Bergsteigerdörfer
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Haunsbergwanderung von Weitwörth aus (bis 8.12.2018)

Charakteristik:

Leichte Wanderung. Höhendifferenz: 370 Meter.
Im Frühjahr 2013 ist der Weg zwischen St. Pankraz und der Landesstraße oberhalb abgerutscht. Bäume sind umgefallen. Geübte werden durchkommen, weniger Geübte gehen besser über 1 km entlang der Landesstraße.

Tourenbeschreibung:

Ausgangspunkt ist die Lokalbahnhaltestelle Weitwörth-Nußdorf. Die ersten 600 m gehen wir entlang der Landesstraße Richtung Nußdorf. Beim Schloss Weitwörth biegen wir nach links ab. Ein Traktorweg führt uns rechts vom Schloss vorbei und dann weitgehend geradeaus bis zum Schröckbauern. Dort biegen wir rechts ab. Ab dem Schröckbauern geht es auf einem Fahrweg durch freies Wiesengelände. Wir überqueren die Nußdorfer Landesstraße.
Der Weg von der Bahnhaltestelle Weitwörth-Nußdorf bis zur Bushaltestelle St. Pankraz könnte auch mit dem ÖBB-Postbus zurückgelegt werden: Weitwörth Bf ab an Werktagen außer Samstag 8.23, 9.23, 10.23, 11.23, 12.23, 12.53 und 14.23, an Schultagen außer Samstag zusätzlich 11.53 und 13.53 Uhr (Info: www.oebb.at, Haltestelle St. Pankraz eingeben; an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 8.23 stündlich zur Minute .23, Ausnahmen kein Bus Samstag um 13.23 und Sonntag um 12.23). Der Bus wartet auf die Züge, die 23 Minuten vorher in Salzburg abfahren. Das Gehen entlang der Landesstraße hingegen ist nicht attraktiv.
An der Kreuzung befindet sich ein Schild "Wirtshaus Schlößl", das nach links die längere Autozufahrt nach St. Pankraz bezeichnet. Wir hingegen gehen etwa 70 m auf der Straße nach Obertrum bergauf und biegen dann nach links ab. Am oberen Ende der Siedlung bei der Wunderbrunnenkapelle beginnt der Fußweg nach St. Pankraz.
Die Kirche stammt aus der Barockzeit. Geweiht wurde sie 1707 unter Erzbischof Johann Ernest Graf Thun. Sie wurde auf der Burgterrasse des mittelalterlichen Ansitzes der Herren von Haunsperg (11. bis 13. Jhdt.) errichtet und ist dem Stil Fischer von Erlachs nachempfunden. Geweiht ist sie dem Eisheiligen Pankraz. Gerüchten zu Folge haben sich die Bauern beim Hl. Pankraz ebenso häufig eingefunden wie anschließend beim Schlößlwirt. Außerhalb der Öffnungszeiten des Wirtshauses kann die Kirche nur nach telefonischer Anmeldung am Vortag besichtigt werden.
In der Nähe dieses verträumten Platzes befinden sich ein ehemaliger Steinbruch des rotbraunen Nummolitensandsteins, der eine geologische Besonderheit darstellt (Gesteinsformation Helveticum) und reich an Versteinerungen ist, sowie ein Geologie-Lehrpfad. Die Broschüre "Geologisch-paläontologischer Wanderweg am Haunsberg" ist um 3,- Euro im Gasthaus Schlößl erhältlich.
Ab hier ist der Fußweg zur Kaiserbuche mit Wegweisern gut gekennzeichnet. Er führt steil durch Wald bergauf, linker Hand sehen wir unter uns den ehemaligen Steinbruch. Kinder der Nußdorfer Volksschule haben Tafeln mit Sagen aus der Gegend gezeichnet, die uns begleiten. So ist der Feldsberger-Bauer mit seinem Knecht auf einem Geißbock am Heiligen Abend nach Rom und zurück geritten.
Bei einem Gehöft erreichen wir die Landesstraße, der wir etwa 300 m bergauf folgen. Dann zweigen wir wieder rechts ab und gehen über eine Wiese, dann durch den Wald und dann wieder über eine Wiese, bis wir den Haunsbergrücken nahe der Kaiserbuche erreichen. Auch wenn die Kaiserbuche nicht mehr steht, weil die fast zweihundertjährige Rotbuche mit ihrer ausladenden üppigen Krone einem Sturm zum Opfer gefallen ist und nur mehr der Wurzelstock neben der Kapelle übrig ist, so ist dieser Aussichtsplatz wohl immer mit diesem Namen verbunden. Die Buche wurde als Andenken an einen Besuch Kaiser Josefs II. an dieser Stelle des Haunsbergrückens gepflanzt. Der Kaiser verschaffte sich 1779 von hier einen Überblick auf das neu zu Österreich gekommene Innviertel. Inzwischen wurde eine neue Kaiserbuche gepflanzt, deren Samen von der früheren Buche stammen.
Von hier aus kann man einen Abstecher zum Radarturm des Salzburger Flughafens machen. (Gehzeit dieses Abstechers hin und zurück 30 - 40 Minuten.) Aussicht gibt’s dort oben wegen des Hochwaldes keine, umso schöner ist sie aber von der Kaiserbuche aus. Zurück gehen wir am selben Weg, als Variante bietet sich die Wanderung zur Lokalbahnhaltestelle in Acharting an (siehe Tour "Haunsbergwanderung von Acharting aus").
Gehzeit: 4 Stunden, für den Geologie-Lehrpfad zusätzlich 30 bis 60 Minuten
Schwierigkeitsgrad: Kondition für den Aufstieg und Trittsicherheit für den Abstieg nötig

Anmerkungen:

Einkehrmöglichkeiten:
Wirtshaus Schlößl (geöffnet täglich ab 11 Uhr), Tel. 06272/40038 www.wirtshaus-schloessl-nussdorf.at Öffnungszeiten Mi & Do: 16:00 bis 23:00, Fr & Sa: 11:00 bis 23:00, So & Feiertag: 11:00 bis 18:30 Uhr, Mo und Di Ruhetag, Betriebsurlaub: von 20. Jänner bis Anfang März
Gasthaus Kaiserbuche (Ruhetag Dienstag, von Oktober bis April auch am Montag), Tel. 06219/7518
Info: Gemeindeamt Nußdorf Tel. 06276/8811

An- und Rückreise

Anreise

Mit der Lokalbahn nach Weitwörth (Fahrzeit 22 Minuten). Die Lokalbahn fährt täglich zur vollen und halben Stunde von Salzburg Lokalbahnhof ab.

Rückreise

Die Lokalbahn fährt täglich um .22 und .52 jeder Stunde von der Haltestelle Weitwörth - Nußdorf ab, von Acharting sechs Minuten später.

Anreise

Für Personen aus dem Raum Wallersee empfehlen wir die Haunsbergüberquerung von Acharting oder Weitwörth durch den Teufelsgraben nach Matzing bei Seeham, siehe dort.

Rückreise

Anreise

Mit der Lokalbahn ab Salzburg Lokalbahnhof zu jeder vollen und halben Stunde bis zur Haltestelle Weitwörth (Fahrzeit 22 Minuten).
Zum Salzburger Lokalbahnhof kommt man vom Tennengau aus mit der S-Bahn (an Werktagen alle 30 Minuten, an Sonn- und Feiertagen alle 60 Minuten) oder ab Hallein und Golling mit IC-/EC- und REX-Zügen, von Kuchl aus zweistündlich auch mit REX-Zügen.
Für ÖBB-Züge vor Fahrtantritt Fahrkarten lösen, man kann bis Weitwörth durchlösen.

Rückreise

Die Lokalbahn fährt täglich um .22 und .52 jeder Stunde von der Haltestelle Weitwörth - Nußdorf ab, von Acharting sechs Minuten später.
Ab Salzburg Hauptbahnhof mit der S-Bahn täglich stündlich zur Minute .21 sowie an Werktagen zusätzlich zur Minute .51 bis 18.51 Uhr sowie nach Hallein und Golling mit IC-/EC- und REX-Zügen, nach Kuchl auch zweistündlich mit REX-Zügen.

Anreise

Diese Tour ist dafür gedacht, vom Salzburger Zentralraum aus mit Bahn und Bus gemacht zu werden, siehe links.
Vom Pongau aus fahrplantechnisch zwar möglich, aber umständlich. Wir empfehlen Ihnen nahegelegenere Touren.

Rückreise

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