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Waldbaden Kobernaußerwald – heute ein Trend

Als Andenken an meinen guten Bergkameraden Franz Glanzner, langjähriger Gruppen- und Tourenführer im AV.

Franz hatte schon in den 90er Jahren eine Vorliebe für den Kobernaußerwald, gerade in den Übergangszeiten Herbst und Frühjahr, später auch im Winter zum Schneeschuhwandern war er unterwegs im Wald. So nahm er mich mit, mich als „Gebirglerin“. Ich sah nur Bäume, oben unten nur Bäume, vom Aussichtsturm nur Bäume, keine Gipfel. Das soll schön sein? „Ja“ sagte Franz, „der Kobernaußerwald ist eine Welt für sich, du kannst ihn ja für dich entdecken“. „Aha“. Er war mir ein guter Lehrmeister – da sowie auch im alpinen Gelände. Es gibt rundherum an den Wald angrenzende Ortschaften, Fahr- und Forststraßen, die hineinführen, über Höhenrücken alte Steige, die auch als Handels- und Wallfahrtswege benutzt wurden. Das Netzwerk der Wege zieht sich kreuz und quer durch den Wald. Kapellen, Marterln, Kreuze und uralte Bäume sind Zeitzeugen, die auf allen guten Karten zu finden sind. Das war auch nötig, denn damals gabs noch kein GPS oder Handy zur Hilfe. Ich war bald vom Kobernaußerwald begeistert, die Stille und Ruhe, keine Hektik, denn es gab ja keine Gipfel zu erklimmen, ein paar Kleine schon, das „Hörndl“ oder den „Riesn“ mit seinen ca.760 Höhenmetern. So gabs schon damals das „Waldbaden-Wandern“.

Geruhsam, aber auch aufmerksam gehen und beobachten, Orientierung lernen und den Wald anders betrachten ist auch heute noch mein Ziel. Es freut mich, wenn ich Menschen damit begeistern kann, durch den „tiefen dunklen“ Wald zu streifen.

Danke Franz für dein Geschenk, dass du mir den Kobernaußerwald so nahe gebracht hast.

Maria Martl
 
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