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Biwak, Baden, Berge. Die Alpingeier im Riedingtal.

Am 31.7. machten sich sechs Alpingeier auf den Weg zum Biwakieren ins Riedingtal. Wir haben wie schon in den letzten Jahren Glück mit dem Wetter und auch dieses Jahr das heißeste Wochenende des Jahres abgepasst.

Also hieß es im Tal angekommen direkt rauf zum Bergsee auf 2000m. Für das Kochen am Lagerfeuer auf der Alm in der Mittagshitze war es einfach zu warm. Die Ausrüstung und das Essen waren schnell verpackt und die 400hm trotz ungewöhnlich schweren Rucksäcken schnell bewältigt. Oben wurde als erstes Brotteig gemacht, damit er aufgehen kann. Dann wurde das Tarp aufgespannt und die Ausrüstung sortiert. Zur Jause gab es dann frisches Brot aus der Pfanne mit ordentlichem Belag und zum Nachtisch Schokolade. Am Nachmittag wurde die Hitze nicht weniger und so spazierten alle zum Ilgsee, der überraschend warm war. Wir schätzten auf 19°C, was eine willkommene Abkühlung war.
Ein Teil der Gruppe hatte für diesen Tag aber noch Gipfelambitionen und so machten sich drei Alpingeier auf den Weg eine direkte Route auf den Stierkarkopf zu finden. Die leichte Kletterei im weglosen Gelände wurde jedenfalls als ein Highlight des Wochenendes angesehen. Pünktlich zum Abendessen trafen alle wieder im Camp ein und begannen mit den Vorbereitungen für ein gutes Curry. Danach durften ausgiebige Runden Werwolf nicht fehlen, bis man nichts mehr sehen konnte. Dann richteten sich die meisten unter dem Sternenhimmel für die Nachtruhe ein.

Am nächsten Morgen weckte die Sonne alle schon sehr zeitig und so gab es erst Sonnencreme für alle und dann Porridge mit frischen Heidelbeeren und Tee. Dann wurde noch frisches Brot für die Jause zubereitet und auf ging es zu einer Gipfel- und Seenwanderung. Der Stierkarkopf war über die Südseite zügig erklommen und ein Weg schnell gefunden. Am Normalweg war der Abstieg zum Zaunersee auch nur noch Formsache. Dort hieß es wieder abkühlen im See und es gab die wohlverdiente Jause. Am Rückweg wurde nochmal in den Ilgsee gesprungen und da die Hitze am Nachmittag zu stark wurde, zogen sich alle zu einigen Runden "Wer bin ich?" unter das Tarp in den Schatten zurück. Zum Abend wurde noch die nähere Umgebung erkundet und dann gab es Tomaten-Schwammerl-Risotto. Da einige Schauer angesagt waren ging es diesmal zum Schlafen für alle unter das Tarp und das war auch gut so. Gegen Mitternacht zog ein ordentliches Gewitter durch, das mit viel Wind, Regen, Blitz und Donner, dem einen oder anderen den Schlaf raubte. Nur einer wunderte sich am Morgen warum es draußen so nass war. So ein Gewitter mitten in der Natur ist schon ein spezielles Erlebnis...aber am richtigen Ort eine super Erfahrung.

Am nächsten Morgen war es zum Glück wieder trocken von oben. Aber da weitere Niederschläge angekündigt waren wurde nach dem Frühstück zügig alles abgebaut, die Rucksäcke gepackt und zurück zum Bus abgestiegen. Aufgehalten wurden wir nur noch von ausreichend Heidelbeeren, die gepflückt werden wollten.

Das war ein super Wochenende. Herzlichen Dank an Jakob, der uns wieder die Erlaubnis zum Biwakieren und die Zufahrt ins Riedingtal organisiert hat. Danke auch an die Firma Axess in Grödig, dass wir so spontan euren Bus leihen durften
 
Bericht und Fotos: Robert Delleske
 
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