Bergsteigerdörfer
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< September 2019 >
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Tourentage im Mölltal

Die Wettervorschau ist besten! So geht’s am 20.3. morgens gut gelaunt über die A10 ins Gasteinertal/Böckstein zur Tauernschleuse. Dort ist der allgemeine Treffpunkt der 16 Teilnehmer und unser Organisator Franz nützt die kurze Zugfahrt um uns Infos für die erste Tour zur Romatenspitze zu geben. In Mallnitz angekommen weht uns kalte Luft entgegen. Wir fahren bis zum Parkplatz Jamnighütte auf 1.605 m, dem Ausgangspunkt für die Romatenspitze. Pieps-check und los geht’s durch ein kurzes Waldstück in die freien Hänge: harte Auflage, Harschdeckel, starker Wind und Nebelreißen begleiten uns bis zum Gipfel. Trinkpause wurde beim Hütterl gemacht, denn am Gipfel auf 2.695 m war es bei ca. -10°C ungemütlich. Ein Büscherl in Memoriam an Heidi Bauer wurde am Kreuz angebracht. Die Abfahrt im Kar war ganz gut, der stellenweise verblasene Neuschnee griffig, kurze Passagen harschig. Kurz vor Mallnitz kehrten wir in der Stockerhütte ein, wo uns eine Suppe wärmte. Ca. 1 Std. fuhren wir über Oberdrauburg bis nach Großkirchheim zur unserer Unterkunft dem Sagritzerwirt. Einquartieren, erfrischen oder saunieren und dann voller Vorfreude zum vorzüglichen Abendessen.

21.3.
Ab 7:00 stärken wir uns am üppig gedeckten Frühstückstisch, denn uns steht ein 3000er-Gipfel bevor. Pünktlich um 8:00 fahren wir über Döllach, auf einem Bergstraßerl nach Oberschachern, wo gerade vier Autos Platz finden. Bei -3° geht’s gleich vom Parkplatz mit Skiern los. Durch eine Rinne, kurz durch ein Waldstück in freies Gelände und dann eine unendlichen Weite. Der Großglockner grüßt, das gesamte Panorama der eindrucksvollen beschneiten Bergspitzen hebt unser Glücksgefühl und so geht’s 1.500 hm, 4,5 Std. fotografierend, staunend und bei herrlichem Wetter bis zur Sandspitze, 3.050 m. Alle sind happy, nur der kalte Wind am Gipfel treibt zur baldigen Abfahrt. Die Schneeverhältnisse sind sehr zufriedenstellend, etwas Triebschnee, Firn…! Franz‘s Gruppe 1 wartet auf der Alm. Gemeinsam stoßen wir dann beim Döllachwirt, einem Hotelchen im lieblichen Ort, auf unsere schöne Tour an. Wir freuen uns auf das außerordentlich gute Salatbüfett, das gesamte Menü mundet nach der langen Tour besonders. Im Anschluss sitzen wir noch gemütlich bei einem Glaserl Wein und planen die nächste Tour.

22.3.
Nach einer erholsamen Nacht, duftet schon der Kaffee. Das Frühstück ist so ausreichend, das es fast für den ganzen Tag reicht. Heute erkunden wir das Große Zirknitztal. Wir fahren von Döllach wieder ein Bergstraßerl, teilweise schneebedeckt bis zum Parkplatz, 1.500 m. Kurz werden die Skier getragen dann geht’s den Zirknitzbach entlang, durch Lärchen- und Zirbenwald ins Kar zum Zahltisch. Hier befand sich im Mittelalter das Zentrum des Goldbergbaus und die Auszahlungsstelle der Knappen. Daher auch in der Karte als Freudental bezeichnet. Der Schnee im geschwungenen Kar ist griffig, die Sonneneinstrahlung wird stärker, wir benötigen kaum Harscheisen. Die Zirknitzscharte, auch Windische Scharte genannt, ist unser Ziel 2.717m, eingebettet vom Alteck und Windischen Kopf. Der Hohe Sonnblick, die gesamte Goldberggruppe ist unser Gegenüber. Während der Rast genießen wir die Aussicht ins Rauristal. Wir erleben eine genussvolle Abfahrt, abenteuerliche Bachbettübergänge, und bleibende Erinnerung an das schöne Tal. Alle sind gut angekommen, Autos eingepackt dann steuern wir wieder das Hotelchen in Döllach an, wo uns die Kellnerin aus Mühlbach flott und freundlich bediente. Ein zweiter Höhepunkt ist unser hervorragendes Abendessen.

23.3.
Wir genießen zum Abschied noch einmal das kaiserliche Frühstück und verabschieden uns von Großkirchheim. Von Mötschach geht es über eine Bergstraße zum Sadnighaus in der Asten, ein beliebter Ausgangspunkt für viele Skitouren im weitläufigen Gelände. Es wurde mit jedem Tag wärmer, sodass wir bei Plusgraden starten. Zuerst geht es auf die Kluidhöhe, wo sich einige ein gemütliches Sonnenbad gönnen. Franz geht zur nächsten Höhe dem Hilmersberg, 2.670 m. Hier blicken wir ins gewaltige Zirknitztal mit seinen zwei kleinen, beeindruckenden Seen. Letzte Blicke noch zum Großglockner und auf zur letzten Abfahrt der Skitage. In den schönen Hängen und Mulden hatten wir gut fahrbaren Firn. Dann folgt die Einkehr und Abschied im Sadnighaus, bedanken uns bei Franz Pühringer für die gute Auswahl und tollen Touren. Hatten besonderes Glück mit dem Wetter! Über Mallnitz, Gasteinertal geht’s zurück nach Salzburg. (Zenzi Bruckbauer)
 
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