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Hochschwab 11. - 13.7.2018

Der Wetterbericht kündigt für den Anreisetag wechselhaftes Wetter an. So war es dann auch. Regen und trockene Abschnitte wechselten sich ab. In Wildalpen war es dann trocken, während der Wartezeit des Autoumstellens war aber schon der erste Guss da. Aber der Wettergott war uns hold, sodass und der Aufstieg auf das Hochschwab-Plateau trockenen Fußes bewältigt werden konnte. Von der Sonnschienalm wollte der Großteil der Gruppe noch den Ebenstein besteigen, bevor es zu unserer ersten Unterkunft, der Sonnschienhütte 1.523 m, ging. Auf Höhe des Kleinen Ebensteins setzte aber stärkerer Regen ein und die Lust an der Besteigung dieses Gipfels verflog.

Nach üppigem Schweinsbraten und guter, ruhiger Nacht ging es nächsten Tag zur urigen Sackwiesenalm und zur Häuselalm. Ohne Pause setzten wir den Weg über Häuseltrog, Hirschgrube, Hundsböden zum Rauchstallsattel fort, wo wir uns eine ausgiebige Pause gönnten. Nach dem Fleischer-Biwak erreichen wir den höchsten Punkt unserer Runde, den Hochschwabgipfel mit 2.277 m. Das auf 2.156 m gelegene Schiestlhaus, eine neue Berghütte mit moderner Architektur lädt uns zu einer weiteren Pause ein. Leider sind die Bewirtungsmöglichkeiten für uns 12 Hochschwabdurchquerer bescheiden, die Technik spielt den Wirtsleuten wieder einmal einen Streich und Strom gibt es nur in sehr bescheidenem Umfang. Dadurch bleibt auch die Küche ziemlich kalt. Unser Ziel für diesen Tag, die Voisthaler Hütte auf 1.654 m, erreichen wir nach ausgiebiger Beobachtung der etwa 50 Steinböcke, die in unmittelbarer Nähe des Weges lagern, beobachten und äsen. Ein sehr beeindruckender Anblick, der uns lange Zeit in Erinnerung bleiben wird. Die sehr bemühten Wirtsleute auf der Voisthalerhütte berichten uns, dass es im Hochschwab ca. 550 Steinböcke geben soll. Die Hütte steht voraussichtlich das letzte Jahr, sie wird mit Saisonende geschlossen und durch einen Neubau ersetzt!

Bei frischem, aber gutem Wetter steigen wir am dritten Tag über den Jägermayrsteig ins Ochsenkar auf. Vom Weihbrunnkessel machen wir noch einen Abstecher auf den Grat zum Ringkamp, bevor es über die Samstatt zur Edelbodenalm weitergeht. Durch umfangreichen Windwurf, der gerade aufgearbeitet wird, ist der Wanderweg nur teilweise begehbar und wir weichen über die Forststraße aus. In der Nähe der Sattstatt gibt es eine der wenigen Quellen im Hochschwabmassiv. Gute Geister stellen Getränke in den Brunntrog und wir löschen unseren Durst.  Um unser angepeiltes Ziel, die Precenyklause, zu erreichen hätten wieder wir einige Meter bergauf gehen müssen, was wir aber verabsäumen. So gelangen wir auf der Forststraße und diverse Abkürzungen auf Wegen nach Weichselboden. Der in der AV Karte eingezeichnete Weg entlang des Stausees ist nicht existent und so müssen wir die gewählte direkte Variante wieder zurück.

Ausklingen lassen wir unsere Fahrt mit einem vorzüglichen Abschlussessen im Hotel/Gasthaus Bergkristall in Wildalpen, bevor wir die gut 3-stündige Heimfahrt nach Salzburg antreten. (Franz Pühringer)
 
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