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Sonnenschein und wir allein am Schneebergkreuz

An diesem wunderbaren sonnigen Tag am 5. Juli führte Pepo die Rad- und Wandergruppe 60+ von Mühlbach aus auf die zwei aussichtsreichen Schneeberggipfeln.

Bei der Talstation der Karbachalm Kabinenbahn begann unser Aufstieg, und sogleich ahnten wir, dass das Gipfelerlebnis auf Grund der Steilheit und der zu überwendenden 1000 Höhenmeter wohl erkämpft werden muss. Doch Pepo legte etliche Trinkpausen ein, weil die Sonne es sehr gut mit uns meinte. Dabei kamen wir aber auch in den Genuss die üppig blühende und vielfältige Blumenpracht zu bewundern. Die Karbachalm war erreicht und der Ausblick auf das Hochkönigsmassiv und die Mandlwände waren sehr beeindruckend, ein fantastischer Talblick nach Mühlbach hinunter tat sich auf, von wo wir ja schon 600 sehr steile, schweißtreibende Höhenmeter herauf geschafft hatten. Weiter südlich von unserer Aussichtsloge erspähten wir den Gosaukamm und die Bischofsmütze. Gestärkt und motiviert für die restlichen Höhenmeter wanderten wir auf einem Steig inmitten von blühenden Almrausch, Arnika und Heidelbeerstauden, unseren heiß ersehnten Schneeberggipfel 1.922 m entgegen.

Oben angekommen gab es ein fröhliches Juhu sowie das obligate Gipfelküsschen. Und schon haben wir unseren zweiten Gipfel im Visier – das Schneebergkreuz 1.938 m. Auf geht’s und nach kurzer Zeit standen wir auch schon auf diesen imposanten und aussichtsreichen Gipfel wo uns Pepo ein Gipfelschnapserl als Belohnung für die steilen 1000 Höhenmeter spendierte. Ein herrliches Bergpanorama mit einer Vielzahl imposanter Berggipfeln in nah und fern breiteten sich vor uns aus. Natürlich zum Greifen nahe das gewaltige und langgezogene Hochkönigsmassiv. Sogar das weit entfernte Wildalmkirchl konnte man erspähen. Südwestlich beeindruckten die schneebedeckten Hohen Tauern und ganz nah vor uns all die netten Gipfelchen wie Ahornstein, Kollmannsegg die viele von uns schon oft mit den Schiern bezwungen hatten. Wir durften unser Gipfelglück dieses Mal mit einem Schwarm Berghummeln teilen, die uns neugierig umschwirrten und es auf unsere Jausenbrote abgesehen hatten.
Die Gipfelrast wurde ausgiebig genossen, doch hatten wir ja noch einen langen Abstieg vor uns, sodass Pepo schön langsam zum Aufbruch ermunterte.

Auf einem langgezogenen Bergrücken im Banne der Mandlwände und dem Hochkönigsmassiv, begann der Abstieg in Richtung Brennermaiß von wo wir dann auf teils einsamen Steige und Waldwege endlich nach insgesamt 7 Stunden in Mühlbach wohlbehalten eintrafen. Als große Überraschung hatte Pepo uns ja schon auf einer Jausenstation, etwas oberhalb von Mühlbach gelegen angemeldet, und so konnten wir uns entspannt und glücklich dem Genuss des Schlemmerns hingeben! Ein herzliches Dankeschön an unseren Pepo zu seiner umsichtigen Führung und für diese wunderschöne Bergtour die er ausgesucht hatte.
 
Christa Helpferer
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