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Botanisches Erlebnis in der Osterhorngruppe

Petrus unser Schönwettermacher muss wohl selbst großen Gefallen an der Blumenpracht auf Erden haben, weil er uns 20 „Blumenkinder“ aus der Naturschutzgruppe, einen so prachtvollen Sonnentag für den Samstag am 26. Mai bereitet hat!

Unser Hans Machart aus der Botanikgruppe, mit seinem schier unendlichen Wissen über Flora und Fauna und auch seiner Geduld auf unsere wissbegierigen Fragen, ermöglichte es uns, interessante und wissenswerte Details über diese wunderbare Alpenflora zu erfahren. Wir sind vom Seewaldsee aus über den Schöberlsteig hinauf zum Vordertrattberg gewandert und es bot sich uns eine überaus große Vielfalt an Blumen und Pflanzen an. Hans wurde nicht müde uns diese wunderbare Blumenpracht zu erklären. Manche „Blumenkinder“ machten sich sogar Notizen und natürlich wurde viel fotografiert um diese Schönheiten festzuhalten.

Wir fanden unter anderem: Wiesenbocksbart, Goldpippau, Buchsblättrige Kreuzblume, Weißdorn, Hufeisenklee, Hornklee, Wundklee, Bachnelkenwurz, Alpenküchenschelle, Kriechender Günsel, Pyramidengünsel, Alpenglöckchen (Soldanelle), Herzblättrige Kugelblume, Nacktstägelige Kugelblume, Glocken-Enzian, Frauenmantel, Gelbes Veilchen, Meisterwurz, Trollblume, Gelbe Blatterbse, Silberwurz (wertvolles Futter für Schneehühner und Gämsen), Wald-Bingelkraut (es gibt männliche und weibliche), Quirlblättrige Weißwurz (Liliengewächs), Seggen und andere Gräser.

Doch der überraschende Höhepunkt von Hans stand uns ja noch bevor! Oben am Vordertrattberg angekommen wurde erst mal die Jause ausgepackt und genussvoll verspeist. Auf einmal sahen wir unseren Hans auf dem Wiesenhang zum Trattberg, er hatte das gefunden womit er uns überraschen wollte, und zwar das Holunderblütige Knabenkraut oder Bleiche Knabenkraut, eine der schönsten Alpen-Orchideen, die Blüten haben oft einen leicht holunderartigen Duft. Diese sehr früh blühende Schönheit ist in Salzburg selten und kommt nur noch auf wenigen ungedüngten Weiden und an Waldrändern in der südlichen Osterhorngruppe vor. Unsere Freude war übergroß diese Bergschönheit bewundern zu dürfen und die Fotografen schossen natürlich unzählige Bilder um diese Pracht festzuhalten. Einen ganz besonderen Dank an Hans der uns diese wunderbare Überraschung beschert hatte!
Nach all den beeindruckenden Erlebnissen stiegen wir unter der Gitschenwand wieder zum Seewaldsee ab um hernach noch auf der Hochreithalm diesen lehrreichen, interessanten und wunderschönen Botanik-Tag ausklingen zu lassen.


Dem Hans möchten wir alle noch einen ganz herzlichen Dank sagen, und wir freuen uns schon vielleicht auf ein nächstes Mal.
 
Christa Helpferer

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