Bergsteigerdörfer
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< November 2017 >
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Rund um den Wallersee gegen den Uhrzeigersinn (bis 9.12.17)

Charakteristik:

Leichte Wanderung mit geringen Höhenunterschieden.

Der Weg führt auch durch das am Nordufer des Wallersees gelegene Natura 2000-Gebiet "Wallersee-Wenger Moor". Es ist der größte naturnahe Moorkomplex des Salzburger Alpenvorlandes und gekennzeichnet durch ein Mosaik aus unterschiedlichsten Biotoptypen wie Hoch-, Nieder- und Übergangsmooren, Streu- und Feuchtwiesen, Moorwäldern, Bachläufen und der Verlandungszone des Wallersees. Ein Teil dieser Biotoptypen, z.B. die "naturnahen lebenden Hochmoore" ist von europäischer Bedeutung. Das Wenger Moor beherbergt zahlreiche gefährdete moortypische Pflanzenarten und stellt gleichzeitig ein wertvolles Brut- und Rastgebiet für zahlreiche, zum Teil ebenfalls europaweit bedeutsame Vogelarten dar, wie z. B. die Bekassine, den Großen Brachvogel und den Eisvogel. Zudem ist es ein Refugium für Schmetterlinge, darunter drei Arten der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Da das Gebiet aber auch unter einigen schwerwiegenden Beeinträchtigungen litt (Austrocknung und Verwaldung des Hochmoors, Verluste von Wiesenbrüterhabitaten durch Fichtenaufforstungen und intensive Landbewirtschaftung, naturferner Zustand einzelner Bachabschnitte) wurde hier von 1999 bis 2003 ein großes von der EU gefördertes Naturschutzprojekt (LIFE-Natur-Projekt) durchgeführt. Übergeordnetes Ziel des LIFE-Projektes war die Erhaltung bzw. Verbesserung des ökologischen Zustandes des Natura 2000-Gebietes. Hierzu wurde der Wasserhaushalt der Hochmoore stabilisiert, es wurden begradigte Bachabschnitte renaturiert und ehemalige Wiesenbrüterhabitate durch Beseitigung von Fichtenaufforstungen und durch Nutzungsextensivierung wiederhergestellt. Ein Themenweg wurde angelegt, der die Besucher über das Schutzgebiet und die Maßnahmen des LIFE-Projektes informiert und sie zu naturverträglichem Verhalten animiert.
Seit 2007 leben im Wenger Moor mehrere Biber. Ihre Spuren wie gefällte Bäume, Biberchips und Biberrutschen kann man am besten am Weg entlang des Waller- und Eisbaches beobachten. Im Winter 2012/13 hat er besonders an der sogenannten „Spindlerschleife“ am Wallerbach nahe dem Prager Fischer zahlreiche Bäume gefällt.
Entlang der im LIFE-Projekt renaturierten Bachläufe hat sich in den letzten Jahren das Indische Springkraut breit gemacht, das durch die Biotopschutzgruppe HALM mittels Ausreißen erfolgreich bekämpft wird.

Verhalten im Schutzgebiet:
Das Wenger Moor beherbergt eine Vielzahl seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Aus diesem Grund wurde es als Naturschutz- und Europaschutzgebiet ausgewiesen. Um die im Gebiet lebenden Tiere und Pflanzen nicht zu beeinträchtigen, ist der Besuch des Wenger Moores nur auf öffentlichen Wegen und gekennzeichneten Wanderwegen erlaubt. Hunde müssen an der Leine geführt werden. Um den Besuchern klar zu vermitteln, welche Wege benutzt werden dürfen, wurden Infotafeln aufgestellt. Bitte halten sie sich bei einem Besuch des Schutzgebietes an diese Regeln!

Tourenbeschreibung:

Wanderung vom Bahnhof Seekirchen Richtung Strandbad, vorher rechts abbiegen und über die Fischachbrücke bei der Schleuse am Seeausfluss nach Fischtaging gehen. Hinter dem Henndorfer Strandbad kann man ca. 1 km nicht am Ufer gehen, ebenso hinter dem Neumarkter Strandbad. Im Wenger Moor gibt es dann viele Orientierungs- und Infotafeln. Wanderung nach Zell am Wallersee und entlang der Bahn nach Seekirchen. Man kann aber schon bei den Bahnhaltestellen Neumarkt, Weng oder Wallersee abbrechen.

Informationen zum Wenger Moor

Man kann auf den befestigten Wegen durch das Schutzgebiet wandern. Außerdem wird eine geführte Wanderung angeboten:
Die Wanderung ausgehend von der Ortschaft Weng führt auf befestigtem Weg direkt zum Aussichtsturm im Wenger Moor, dann ein Stück zurück und dann den mäandrierenden Wallerbach entlang zum "Prager Fischer" am Wallersee. Weiter geht’s dann Richtung Neumarkt bis zum Rupertiwanderweg, auf dem der Ausgangspunkt Weng wieder erreicht wird. Zu sehen sind große Teile des Wenger Moores mit dem Hochmoor, ehemaligen Torfstichen, Wiedervernässung (Lifeprojekt Natura 2000), Streuwiesen usw. mit all ihren Reizen.
Geführt werden Sie vom Natur- und Landschaftsführer, Landwirt und Grundeigentümer im Wenger Moor, Josef Wengler, der auch bei allen Maßnahmen des Lifeprojektes beteiligt war und darüber berichtet. Die Wanderung dauert ca. 2 - 3 Stunden. Der Preis für eine Führung beträgt 2 Euro/ Person (Mindestpreis jedoch 30 Euro). Die Obergrenze liegt bei ca. 50 Personen, keine Mindestteilnehmerzahl.
Info: Tel. 0664/1431008, wengler.josef@gmail.com
Zusätzliche Angebote zur Moorführung: Kirchenbesichtigung Weng, Film über das Life-Projekt Wenger Moor (Dauer ca. 15 Minuten), Einkehrmöglichkeit bei Gertraud und Josef Wengler "Moorgutstube" nach Voranmeldung.

Anmerkungen:

An- und Rückreise

Anreise

Salzburg Hbf (S-Bahn) täglich ab 7.18, 8.18 usw. stündlich, Seekirchen an 15 Min. später.
An Werktagen guter Anschlusszug aus Richtung Golling, z. B. Salzburg Süd ab 7.58 (usw. stündlich), Aigen (z. B. 8.01), Parsch (z. B. 8.03), Gnigl (z. B. 8.05) und Sam (z. B. 8.07 Uhr) .

Rückreise

Rückfahrt nach Salzburg täglich mindestens stündlich.
Stundentakt S-Bahn Neumarkt .17, Weng .21, Wallersee .24, Seekirchen .28
sowie zusätzliche REX-Züge täglich ab Neumarkt (ab .58 jeder Stunde) und Seekirchen (ab .06 jeder Stunde).

Anreise

Nach Seekirchen mit S-Bahn: Stündlich zur Minute .11 ab Straßwalchen (Ausnahme 7.06 Uhr) bzw. zur Minute .29 ab Eugendorf. Oder mit Fahrrad oder Auto.

Rückreise

Rückfahrt täglich mindestens stündlich möglich.
Nach Eugendorf und Seekirchen: Stundentakt S-Bahn Neumarkt .17, Weng .21, Wallersee .24, Seekirchen .28

Nach Richtung Straßwalchen: Stundentakt Seekirchen .33, Wallersee .37, Weng .40, Neumarkt .44.
In Wallersee und Weng befinden sich die Fahrkartenautomaten nur am Bahnsteig Richtung Salzburg.

Anreise

An Werktagen gibt es ab 5.34 Uhr stündlich zur Minute .34 ab Golling gute Verbindungen nach Seekirchen, mit Umsteigen in Salzburg Hbf. S-Bahn hält in allen Stationen.

An Sonn- und Feiertagen Golling ab 6.34, 7.18, 8.25 usw.
An Sonn- und Feiertagen Kuchl ab 6.37, 7.21, 8.29 usw.
An Sonn- und Feiertagen Hallein ab 6.46, 7.27, 8.35, 9.27, 10.35 usw. stündlich.
An Sonn- und Feiertagen Abfahrt von allen anderen Tennengauer Haltestellen stündlich ab 6.09 (dies ist die Abfahrt von Kuchl Garnei, ab den anderen Haltestellen einige Minuten später).

Rückreise

Rückfahrt über Salzburg Hbf mindestens stündlich:
Stundentakt S-Bahn Neumarkt .17, Weng .21, Wallersee .24, Seekirchen .28
sowie zusätzliche REX-Züge täglich ab Neumarkt (ab .58 jeder Stunde) und Seekirchen (ab .06 jeder Stunde).

Anreise

Diese Tour ist dafür gedacht, vom Salzburger Zentralraum aus mit Bahn und Bus gemacht zu werden. Siehe links.
Vom Pongau aus fahrplantechnisch zwar möglich, aber umständlich. Wir empfehlen Ihnen nahegelegenere Touren.

Rückreise

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