Bergsteigerdörfer
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Genussreiche Radlausfahrt rund um den Högl

Mit wohltuenden Sonnenstrahlen verwöhnt, holten unternehmungslustige Radler und Radlerinnen aus der Rad- und Wandergruppe 60+ ihre Drahtesel aus dem Winterschlaf hervor und machten sich auf um mit Hubert rund um den Högl zu biken. Von Liefering aus wurde diese landschaftlich schöne und abwechslungsreiche Radrunde gestartet. Zuerst ein Stück der Saalach entlang geradelt, und dann weiter bis wir die weithin sichtbare beeindruckende Kirche von Anger im Blickfeld hatten, die malerisch auf einen eiszeitlichen Felsenrücken in exponierter Lage steht. „Mein schönstes Dorf“ so bezeichnete einst der Bayernkönig Ludwig I. den Ort Anger. Nach ein paar Kilometer erreichten wir Höglwörth mit dem idyllisch gelegenen See, in dem sich das Kloster Höglwörth im kleinen See spiegelt. Es ist eines der kleinsten der Augustiner Chorherrnstiften, entstanden 1122 als Hauskloster des Grafen von Plain. Die Klosterbrauerei begann um 1734 mit dem Sieden und 1820 kam das Klosteranwesen samt Brauhaus in den Besitz von Philipp Wieninger. Hildegard von Bingen empfahl damals schon (1098 – 1179) Bier zu trinken, weil Bier den Mut hebt und die Regeneration der Seelenkräfte fördert! Früher erlaubte man jedem Mönch 5 Liter Bier am Tag zu sich zu nehmen, und der Bierverbrauch in den Klöstern nahm erstaunliche Ausmaße an.

 

Nun wir bekamen auch schön langsam Durst auf diesen gesunden Gerstensaft und so steuerten wir das Gasthaus zur Post in Teisendorf an, aber vorher radelten wir noch zum „Geopark Eichelgraben“- ein Museum in freier Natur, ein Stück Erdgeschichte unserer Alpen, und der Vielfalt der Gesteinstypen. Doch nun auf nach Teisendorf zum ersehnten Weißbier, und zu den in der Schüssel herrlich duftenden Weißwürsten, mit frischen Brezen, ein Hochgenuss für so durstige „Strampler“ und wir genossen ausgiebig die berühmte bayrische Gemütlichkeit! Nach Salzburg hatten wir aber noch einige Kilometer zu radeln, also auf geht’s. Doch merkten wir gleich, dass uns der Gerstensaft und die Weißwürste sich ganz schön in der Beinkraft zu schaffen machten. Aber bald hatten wir wieder unseren Rhythmus gefunden, erfreuten uns der schönen Landschaft ringsum, und auf Wald- und Feldwegen strampelten wir unseren Ausgangspunkt entgegen, stets mit Blick auf den noch weiß strahlenden Staufen und Zwiesel. Freilassing kam in unser Blickfeld und eigentlich hatte jeder von uns Sehnsucht nach einem Schluckerl Kaffee und ein Stückerl Kuchen, gesagt – getan und schon saßen wir in der Sonne vor einem Cafe und ließen gemütlich die fröhliche Radltour ausklingen und dem Hubert danken, dass er bereit war unsere „Genüsse“ mit uns zu teilen!

 

Christa Helpferer

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