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Erfrischung an vier Wasserfällen

Am Donnerstag den 18.Mai verwöhnten uns, 18 Teilnehmer der Rad-und Wandergruppe 60+, die Sonnenstrahlen gleich vom Beginn der Wanderung, es ging von Scheffau aus zu den vier Wasserfällen: Aufall, Winnerfall, Tricklfall und Dachserfall.
Elisabeth als unsere Tourenführerin versprach eine gemütliche und abwechslungsreiche Wanderung. Am Schwarzbach entlang wanderten wir auf dem Herzerl-Weg in Richtung Alte Mühle. Unterwegs steuerten wir die beeindruckenden schön gestalteten Kraftplätze an und das Plätschern des Baches hatte eine überaus wohltuende Wirkung.
Schon näherten wir uns der Alten Mühle wo sich die tosenden Wasser vom Schwarzbachfall und dem Winnerfall vereinen. Diese Getreidemühle aus dem 17. Jahrhundert war bis 1958 noch in Betrieb, Die sechs Besitzer der Mühle mahlten während der Wintermonate dort ihr Getreide. Jeder hatte eine Woche Zeit zu mahlen, und so klapperte diese Mühle bei Tag und bei Nacht.

Einen romantischen Steig folgend, der uns zum tosenden und weiß schäumenden Schwarzbachfall führte, wanderten wir weiter zum überaus beeindruckenden und in voller Wildheit sich präsentierenden Winnerfall, der mit seinem Sprühregen eine herrlich wohltuende Erfrischung bereitete. Die Regen- und Schmelzwässer des Tennengebirgsplateaus sickern über Schächte und Höhlen im Kalk in das Innere des Berges, bis sie auf eine wasserundurchlässige Schicht treffen. Da die Schichtung des Gesteins nach Norden abfällt, treten die Quellen am Nordrand des Tennengebirges aus .Der Schwarzbach fließt ganzjährig. Wenn dann der Wasserspiegel bei starkem Regen oder Schneeschmelze im Inneren des Berges das höher liegende Niveau der Winnerfälle erreicht, tritt das Wasser auch dort aus.

Weiter wandern wir auf die liebliche Anhöhe des Stubberg 759m und erreichen die Steinerne Säule, die im Jahr 1510 aus Adneter Marmor errichtet wurde. Sie markierte die einstige Grenze zwischen der Grundherrschaft des Domkapitels von Salzburg im Gebiet von Scheffau und den Besitzungen des Klosters St. Peter in Abtenau. Noch heute liegt diese Säule genau auf der Grenzlinie zwischen den Gemeinden Scheffau und Abtenau. Nun ging es nach dem Bachverlauf hinab bis Unterberg und nahe Auwinkl folgen wir dem Tricklbach und steigen zum Ursprung des rauschenden Tricklfalls hinauf von wo wir einen interessanten Bergsteig zum beeindruckenden Dachserfall anstrebten. Wild und tosend gurgelt dieses Wasserschauspiel aus dem Berg und ein paar Mutige suchten Abkühlung in den „Fluten“. Nach kurzer Rast wanderten wir nach Auwinkl zurück wo wir unseren Durst beim Wirt im Gastgarten stillen konnten. Unserer Elisabeth sei noch gedankt für diese wunderschöne und beeindruckende „Wasserfall-Wanderung“!
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