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Die Watzmann Ostwand zum Greifen nahe!

Ja, es ist schon ein überwältigendes Gefühl an dieser imposanten Ostwand die Blicke zu den Aufstiegsrouten schweifen zu lassen. Unwillkürlich denkt man an den Erstbesteiger Valentin Stanig der um 1800 den Watzmann bestiegen hat, und an den Berchtesgadner Bergführer Johann Grill der dann 1881 diese 2000 Meter lange Ostwand durchstiegen hat.
 
Doch unsere Vorfreude der 16 Teilnehmer aus der Rad- und Wandergruppe 60+ war ganz anderer Art, am Donnerstag den 7. Juni tuckerten wir zuerst mit dem Schiff der bayrischen Schifffahrt über den kristallklaren, smaragdgrünen Königssee nach St. Bartholomä hinüber und lauschten in der Mitte, wo der See am tiefsten ist (ca. 200 m), dem traditionellen Trompetenecho das uns der Schiffsbegleiter gekonnt vorführte. Die Schönfeldspitze rückte auch schon in unser Blickfeld, und nun beeindruckte uns der Anblick der weltberühmten Wallfahrtskapelle von St. Bartholomä vor der imposanten Watzmann Ostwand (der höchsten Wand der Ostalpen). Sie stammt in einigen Teilen noch aus dem 12. Jahrhundert, und seit dem 17. Jahrhundert ist sie im Stil des Barock gestaltet. Die Gaststätte St. Bartholomä war ehemals Jagdschloss der bayrischen Könige. In St. Bartholomä angekommen wanderten wir am blumenreichen Seeufer entlang zur gotischen Waldkapelle St. Johann und Paul (aus dem Jahr 1617). Wir kehrten von dieser abwechslungsreichen Wanderung wieder bei der Anlegestelle St. Bartholomä zurück um mit dem Boot nach Salet zu fahren und von dort bei der romantisch gelegenen Fischunkelalm vorbei, auf dem reizvollen Steig am Ufer des Obersees zum Talschluss zu wandern. Unser Ziel war ja der beeindruckende Röthbachwasserfall der südlich des idyllischen Obersees in zwei Hangstufen über die Röthwand fast senkrecht in den Obersee stürzt, und außerdem der höchste Wasserfall (470 Meter) Deutschlands ist.
 
Ein romantischer Platz am See animierte uns zu einer genussvollen Rast mit Blick auf den imposanten Wasserfall. Elisabeth, die uns diesen wirklich fantastischen und wunderschönen Wandertag ermöglichte, riet uns im Vorfeld zur Mitnahme von Badesachen. Einige wagten, unter dem klatschenden Beifall der „Landratten“ den Sprung ins erfrischende und glasklare Wasser. Als Belohnung wurde ein selbstgemachter Zirbenschnaps in der Runde gereicht, der genussvoll geschlürft wurde! Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von diesem märchenhaft anmutenden Platz und traten den Rückweg an um unsere Schifffahrten zum Ausgangspunkt nicht zu verpassen. Der Abschluss dieses ereignisreichen Tages wurde im Echostüberl (direkt am Seeufer) ausgiebig genossen, und unserer Elisabeth ein herzliches Dankeschön für ihre Organisation und Umsichtigkeit ausgesprochen!
 
Christa Helpferer
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