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Buchberg der kleine Gipfel mit großer Aussicht

Es war schon beeindruckend, für uns Teilnehmer aus der Rad- und Wandergruppe 60+ am Donnerstag den 2. November 2017 vom idyllischen Ufer des Mattsees hinauf, durch herbstlich gefärbten Blätterwald, zum Naturschutzgebiet Buchberg zu wandern. Vorbei an der Gedenktafel des hl. Stephans, erster christlicher König von Ungarn, der 1001 vom Papst Silvester II. eine Königskrone erhielt (die heutige Stephanskrone) und vor 900 Jahren heiliggesprochen wurde.

Auf romantischen Waldwegen erreichten wir den ersten Kraftplatz mit grandioser Panoramasicht auf all die großen und kleinen Berge die fast jeder von uns schon irgendwann bestiegen hat. Das saftige und üppige Grün der vor uns liegenden Bauernwiesen war ein wohltuender und überaus schöner Kontrast zu der dahinter liegenden Bergwelt. Weiter wanderten wir zum Aussichtsturm um noch einmal diese fantastische Rundum Aussicht und mit Blick auf den Obertrumer See, genießen zu dürfen. Wir waren angetan von diesem herrlichen Flecken Natur und beschlossen hier unsere Mittagsrast zu machen. Ein großer alter Holztisch mit Bänken war ideal für unser genussvolles Vorhaben und im Nu war der „Mittagstisch“ gedeckt und die mitgebrachten Köstlichkeiten zur Gänze verzehrt. Noch ein kleines herbstliches „Laubblätter-Bad“ genossen und ein paar Runden auf der Schaukel geschwebt, trennten wir uns schweren Herzens von dieser wohltuenden Idylle. Nun noch ein kleiner Anstieg zum Gipfelkreuz des Buchberges 801 m wo wir uns ein fröhliches Berg Heil zuriefen und uns natürlich auch ins Gipfelbuch eingetragen haben. Hier am Gipfel befand sich schon 800 – 480 v. Chr. eine hallstattzeitliche Höhensiedlung, und den Berg prägt ein naturnaher Buchen-Tannen-Mischwald von dem auch der Name herrühren dürfte.

Alsbald erreichten wir von unseren Buchberg-Abstieg die landschaftlich wunderschön gelegenen Eglseen. Die Entstehung der Eglseen geht auf den eiszeitlichen Salzachvorlandgletscher zurück und vor 20 000 Jahren war das Gebiet der heutigen Eglseen von einem 150 m mächtigen Eispanzer bedeckt. In Jahrtausenden sank der Seespiegel des Ur–Eglsees kontinuierlich ab, es entstanden die Tiefsteinklamm und die heutigen vier kleinen Eglseen. Das Areal der Eglseen wurde auf Grund der Einzigartigkeit der Flora und Fauna in den Moorflächen und Sumpfwiesen (Sonnentau, Mehlprimel, Alpen-Wollgras und Orchideen) als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Nach knapp vier Stunden trafen wir wieder in der Marktgemeinde Mattsee ein und bedankten uns bei Harald für seine liebe und umsichtige Führung dieser äußerst interessanten, wunderschönen und erlebnisreichen Wanderung.
 
Christa Helpferer
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