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Vom Koreingipfel zur historischen Kupferzeche am Larzenbach

Ein wunderschönes und farbenprächtiges Naturschauspiel erlebte die Naturschutzgruppe bei der abwechslungsreichen Herbstwanderung am Freitag den 30. September. Von der Buttermilchalm zur Ostermaisalm 1.380 m, auf einem schmalen Steig dann zum Gipfelkreuz am Ostermaisspitz. Von dort weiter zur Koreinhöhe und auf den Gipfel des Korein 1.850 m. Der Mischwald zeigt sich schon in verschiedenen herbstlich gefärbten Beige-, Braun und Rot tönen. Die Lerchen strahlen in goldener Farbenpracht und die Fernsicht auf die Bergwelt ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Der langgezogene Gosaukamm mit all seinen Zacken, dominierend natürlich die Bischofsmütze, dann im Hintergrund vom Frommerkogel das Hochkönigmassiv das ganz schön Schnee bedeckt herüberstrahlt. Weiter streifen unsere Blicke zum gewaltigen Gebirgsstock des Tennengebirges mit Fritzerkogel im Vordergrund, Tauernkogel und die Eiskögerl. An der ganzen Palette von all diesen herrlichen und faszinierenden Felsgestalten konnten wir uns so gar nicht satt sehen!
 
Da wir ja noch die Kupferzeche in Hüttau besuchen wollen, machen wir uns an den Abstieg um über die Koreinalm und Karalm wieder zur Buttermilchalm zu gelangen, wo wir diesen erlebnisreichen und schon herbstlich geprägten Naturwandertag in fröhlicher Stimmung bei einer leckeren Jause und einem wohlverdienten Glas Bier ausklingen ließen.
 
Wie vereinbart trafen wir hernach in der Kupferzeche Larzenbach ein. Die Führerin erwartet uns mit Helm und Lampe und schon entführt sie uns in die Welt des mittelalterlichen Bergbaues. Vom Georg-Stollen stiegen wir über Holztreppen weiter zum „Ersoffenen Gesenk“ dem tiefsten Punkt im Berg und dann weiter hinauf in den Barbara-Stollen. Der Kupferbergbau reicht wahrscheinlich bis ins 13. Jahrhundert zurück. Um 1853 baute die „Kupfergewerkschaft Larzenbach“ im Grubenfeld „Barbara“ Kupfererze ab, 1860 waren sämtliche erschlossene Erze abgebaut, und der Bergbau 1869 endgültig eingestellt. Die verstürzten Stollen des Bergbaues Larzenbach wurden in siebenjähriger Arbeit von sechs Idealisten wiedergewältigt und zu einem Schaubergwerk ausgebaut. Ein beeindruckendes Erlebnis so tief „unter Tag“ zu verweilen, und für uns unvorstellbar, wie mühevoll sich diese Menschen damals ihr tägliches Brot verdienen mussten.
 
Christa Helpferer
 
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