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Natur und Skulpturen Wanderung Glasenbachklamm

Da wir auch bei Regen unser sonniges Gemüt erstrahlen lassen, beschlossen 11 Teilnehmer mit Christa von der Naturschutzgruppe, dieses abenteuerliche, imposante und schluchtartige Tal des Klausbaches zu erkunden. Schon am Eingang in die Glasenbachklamm entdeckten wir überall Spuren der 200 Millionen Jahre Vergangenheit. Interessiert betrachteten wir die gefalteten Kalkschichten und Konglomerate (Nagelfluh). Die Infotafeln die am Weg durch die Klamm angebracht sind, informieren ausführlich darüber. Vor mehr als 100 Jahren wurden Zähne und versteinerte Knochenreste von Fischsauriern in den ältesten Schichten (Hornsteinknollenkalke) der Glasenbachklamm gefunden.

Imposante Skulpturen am GEO-Schauweg entlang des Klausbaches geben Einblick in die Tierwelt der Vergangenheit zum Beispiel Urzeitkrebs oder Riesenlibellen- sie lebten vor ca. 300 Millionen Jahren, hatten eine Flügelspannweite von 70 cm und zählten zu den größten Insekten die jemals auf der Erde gelebt hatten. Ja sogar Mammut und Säbelzahntiger sind in dieser abenteuerlichen, naturbelassenen Klamm zu sehen. Die Mammuts entstanden vor ca. 5,6 Millionen Jahren in Afrika und kamen auch nach Europa, Asien und Nordamerika. Erst vor 4000 starben die letzten Mammuts auf einer Insel in Nordsibirien aus. Die einzigartigen Skulpturen dieser 200 Millionen Jahre Vergangenheit wurden von Schülern und Schülerinnen der HTL Hallein als Abschlussarbeiten für Kunst & Design gestaltet.
Auch Köpfe von Neandertalern sind am Weg zu sehen, der Neandertaler ist ja ein ausgestorbener Verwandter des heutigen Menschen, der Name kommt von einem Fund eines Teilskelettes im deutschen Neandertal im Jahr 1856.

Immer wieder faszinierte uns der wild tosende Klausbach und vermittelte uns diese enorme Wucht eines reißenden Wildbaches, der aber dann am Ende der Klamm nach ca. 3,2 km sich uns ganz lieblich glucksend präsentierte. Die Ostwest orientierte Schlucht - mit wenig Sonne und reichlich Wasser, ist idealer Lebensraum für diverse Laubgehölze (Esche, Bergulme, Grauerle, Spitzahorn) sowie Flechten, Moose und Farne.

An einer Waldlichtung verzehrten wir unsere köstlichen Jausenbrote und genossen den herrlich duftenden Tee. Marianne hatte als Osterüberraschung ein Nest mit zart schmelzenden Schokoeiern dabei und wir langten alle ganz schön zu, waren ja echt köstlich! Das Wetter hat sich bis zum Schluss prächtig gehalten, und die paar Tropfen die uns in Glasenbach erwarteten, konnten uns nichts mehr anhaben, weil wir ohnehin gleich Einkehr machten. Bei fröhlicher Stimmung ließen wir unsere 200-Millionen-Jahre-Vergangenheit-Wanderung ausklingen.
 
Christa Helpferer
 
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