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Ladies Transalp 8.- 14.7.2017

 Wir schrieben das Jahr 2016, als irgendjemand die unvorsichtige Äußerung über eine Alpenüberquerung nur für Damen tätigte. So ergab sich die vehemente Forderung von Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts nach einer Realisierung
Mit der Zeit schrumpfte nicht die Zahl der Interessentinnen, sondern die der realen Teilnehmerinnen teils aus privaten Gründen, teils durch Erwerb von gebrochenen Knochen (allesamt beim Biken). Doch ein hartes Kernlein ist geblieben.
 
Es ist der 8. Juli 2017, also ein Samstag, an dem wir starten. Die die ersten Kilometer erledigen wir wirklich in Blitzesschnelle durch Benützung des Meridian von Salzburg nach Übersee. Den restlichen Tag verbringen wir begleitet von Regenschauern jeglicher Stärke. Bemerkenswert ist Zenzis Kondition, die trotz breit aufgespanntem Wetterflecks dem Gegenwind trotzt.
Am zweiten Tag bringen wir unserer Räder auf dem steilen Römerweg auf den Pass Thurn, hinunter ins Salzachtal, dann Richtung Krimmler Wasserfälle und schließlich teils steil ins Krimmler Achental bis zum gleichnamigen Tauernhaus – ohne Regen, das ist extra zu erwähnen. Dafür schüttet es während der Nacht, der Guide kann vor Sorge kaum schlafen. Doch der Morgen bringt heiteres Wetter.
Weniger heiter ist, dass Zenzi mit Stirnhöhlenproblemen sich statt aufs Rad ins Taxi schwingt und die Heimreise antritt. Also ist das Kernlein nochmals geschrumpft.
Der dritte Tag bringt die Königsetappe mit mehrstündigem Schieben und Heben der Bikes über den Krimmler Tauern. Nach einer einstündigen Rast auf der Tauern Alm erfreut uns ein durch den Wirt empfohlener (und erlaubter!) Trail, ehe wir durchs Ahrntal bis Bruneck sausen. Einige Kilometer haben wir dann noch, ehe wir in Olang unser Quartier beziehen.
Der nächtliche Niederschlag stört uns inzwischen nicht mehr, und die 30km und guten 1000 Höhenmeter bis zur Pederühütte sind eher entspannend.
Den Abschluss bildet am fünften Tag die Auffahrt zur Faneshütte mit einer anschließenden Genussfahrt (allerdings nach steiler Schieberei) am halben Hang mit Blick auf das weit unten liegende Cortina. Runter geht es, erst auf einem Trail bis zum Lago Ghedina, wo wir einem Aperol nicht widerstehen können, dann zur Bobbahn und schlussendlich hinein ins Zentrum von Cortina. Hier ist die eigentliche Transalp zu Ende.
Doch als Draufgabe geht es zurück nach Österreich, auf den Passo Tre Croci, auf halber Höhe am Monte Cristallo entlang mit Blick auf Marmolata und die Abfahrt durchs Val Padeon, vorbei am Dürren- und Toblachersee. Als Diskrepanzprogramm bieten sich die Besuche eines Soldatenfriedhofs aus dem Ersten Weltkrieg und einer Eisdiele in Toblach an. Irgendwann am späteren Nachmittag gelangen wir nach Sillian, wo die Transalp nach mehr als 6800 Höhenmetern und etwas über 300km mit österreichischer Hausmannskost ihr Ende findet.
 
 
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