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Bergwandergruppe in den Dolomiten 2017

Bergwoche in den Dolomiten  -  11. bis 16. September 2017
 
Die Bergwandergruppe der AV-Sektion Salzburg bietet seit Jahren im Herbst Berg- und Wandertouren in den Dolomiten an. Anerkannt als UNESCO Weltnaturerbe beeindrucken die Dolomiten mit einer einzigartigen Gebirgslandschaft. Dementsprechend groß ist das Interesse und somit erfolgt die Anmeldung bereits im Jahr zuvor.
Am Freitag, dem 24. Februar 2017, informierte uns der Gesamtleiter Raimund Gumpold im AV-Haus genauestens über die Programmgestaltung, die Quartier- und Fahrgemeinschaftseinteilung. Gut vorbereitet und mit großer Vorfreude starten wir zu dieser Bergwoche.
 
Montag 11. September 2017
Pünktlich um 7 Uhr trifft sich die Teilnehmergruppe am Parkplatz Sporthalle Alpenstraße. Unter der Leitung von Maria Martl fahren wir über Lienz nach Südtirol ins Gadertal. Das Wetter ist, wie erwartet, mäßig erfreulich, kühl und regnerisch, was auch von diversen Tablets und Mobiltelefonen bestätigt wird. In Funtanacia werden wir von unserem Leiter Raimund Gumpold sowie restlichen Teilnehmern der Gruppe begrüßt. Insgesamt 26 Bergbegeisterte haben sich zu dem Unternehmen eingefunde.
Nach dem Check-in und Zimmeraufteilung im Hotel „Dolomiti“ treffen wir uns am frühen Nachmittag zur ersten Wanderung zum Rifugio Gardenacia, 2.050 m. Die im Wanderführer gepriesene herrliche Aussicht von der Sonnenterrasse fällt zu diesem Termin sprichwörtlich ins „Wasser“. Dafür genießen wir eine wunderbare Kaffeejause und heiße Suppe, betreut von einem ebenso flinken wie freundlichen Personal.
Wieder zurück im Hotel findet die Kulinarik nach einer angemessenen Pause ihre Fortsetzung. Schon beim ersten Abendessen im Hotel „Dolomiti“ sind wir von der Gourmet-Qualität begeistert, wobei Qualität und Quantität die gesamte Woche über anhalten.
 
Dienstag, 12. September 2017
Sauwetter! Es schüttet! Ein fantastisches Frühstücksbuffet stärkt uns für das Alternativprogramm, dem Besuch im „Museum Ladin“ in St. Martin in Thurn. Das im Jahr 2011 eröffnete Museum ist im Schloss Thurn untergebracht, das für diesen Zweck aufwändig renoviert wurde. Am Beginn der interessanten Besichtigung steht ein multimedial aufbereiteter Einstieg in die Geschichte, Sprache, Kultur, Sagenwelt, Archäologie, Geologie, das Handwerk und den Tourismus Ladiniens. Aus dem Zusammentreffen der einheimischen Sprache mit dem Lateinischen entstand die Ladinische Sprache. Eine Art romanischer Dialekt, der in mehreren Alpentälern Oberitaliens gesprochen wird. Es war ein interessanter Tag, der mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingt.
 
Mittwoch, 13. September 2017
Strahlend sonnig! Kalt! Schnee auf den Bergen vom Niederschlag des Vortages erfordert eine Planänderung der Touren.
Die Wandergruppe fährt von Funtanacia mit dem Bus nach La Valle. Auf dem Kreuzweg geht es über schneebedeckte Wiesen und Almmatten vorbei am Büßerkreuz weiter zur Wallfahrtskirche Heiligkreuz, 2.045 m. Der Rückweg führt unterhalb des Kreuzkofels zurück ins Tal und endet mit der Besichtigung des Friedhofes in La Valle.
Die Berggruppe startet von der Capanna Alpina, 1.720 m inmitten eines herrlichen Naturschutzgebietes. Entlang einer lieblichen Landschaft mit kleinen Bächen, über Holzbrücken, durch Latschen und entlang eines alpinen Flusses steigt der Weg allmählich an und führt schließlich zur Forcella del Lago, 2.486 m. Bei der verdienten Rast genießen alle den wunderbaren Blick auf die schneebedeckte Marmolada. Der anschließende Abstieg über steile Serpentinen auf rutschigem Schnee verlangt höchste Konzentration und Trittsicherheit. Den Verantwortlichen fällt ein Stein vom Herzen, als der idyllisch gelegenen Lago de Lagazuoi erreicht wird. In der gemütlichen „Scotoni“ Hütte klingt die Bergtour aus.
 
Donnerstag, 14. September 2017
Das Wetter präsentiert sich grau, aber nicht aussichtslos. Zumindest ist es trocken. Auch heute gibt es wieder zwei alternative Tourenangebote.
Die Wandergruppe marschiert vorerst zur nahen Talstation des Sesselliftes und verkürzt sich durch die Bergfahrt den steilen Aufstieg zur Gardenacia Hütte. Nieselregen, Nebelschwaden und zwischenzeitliche Sonnenfenster begleiten die Wanderer auf ihrem Weg. Das riesige, von Erosion zerfressene Hochplateau der Puez Gruppe ist nur ausschnittsweise zu sehen. Manchmal lassen sich Eindrücke in der Ferne erspähen, etwa der Schlern oder Wolkenstein unten im Tal. Zur Rast lädt die Puezhütte, 2.475 m ein, bevor der Rückweg angetreten wird. Zuerst auf dem bekannten Weg, dann zur Forcella de Ciampei talwärts nach Corvara und mit dem Bus zurück ins Hotel. Trotz des ungünstigen Wetters eine lohnende Tageswanderung.
Die Berggruppe unter Peter Spindler startet ebenfalls zu Fuß vom Hotel und arbeitet sich im dichten Nebel durch das Schottertal in Serpentinen zur markanten Senke der Forcella di Sassongher, 2.435 m hoch. Ab hier wird die Kletterausrüstung angelegt. Mit der Drahtseilhilfe lässt sich der Kammrücken gut überwinden und nach kurzem Aufstieg ist der Gipfel des Sassongher, 2.665 m erreicht. Als Belohnung lacht sogar die Sonne, was das Bergglück perfekt macht. Die Einkehr in der Gardenacia Hütte auf dem Rückweg beschließt die Tour.
 
Freitag, 15. September 2017
Sonnenschein vom Feinsten! Heute verabschiedet sich unser Bergtourenführer Peter Spindler. Als „Edelweißer“ hat er am Wochenende Dienst in der Edelweißer Hütte im Tennengebirge. Für den verbleibenden Rest gibt es heute zwei Prachttouren bei Traumwetter.
Per Bus geht es für die Wandergruppe unter der Leitung von Maria Martl über Kolfuschg zum Grödnerjoch, 2.121 m. Bei herrlicher Fernsicht folgt eine gemütliche Wanderung zwischen bizarren Gesteinsformen und grünen Matten mit bunten Alpenblumen. Nach jeder bezwungenen Scharte öffnet sich der Blick zu weiteren Wanderabschnitten. Die klare Sicht lässt in der Ferne die Puezhütte und das Gardenacia-Plateau erkennen. Von der Forcella de Ciampei geht es hinunter nach Kolfuschg, wo die Wanderung mit einer Stärkung in der alpin gestylten Edelweißhütte 1.832 m ihren Abschluss findet.
Eine Panoramatour der Extraklasse bietet sich auch der Berggruppe unter der Leitung von Raimund Gumpold. Von Corvara geht es mit Gondel und Sessellift hinauf zur Liftstation Vallon, 2.518 m nahe der Kostnerhütte. Dann folgt der Sella-Ringbandweg mit jeder Menge Aussicht, eine wahre Tour zum Schauen und Genießen. Ziel ist das Pordoijoch, 2.239 m, wo es nach einer entsprechenden Einkehr mit dem Bus zurück ins Tal geht.
 
Samstag, 16. September 2017
Nachdem sich das Wetter äußerst unerfreulich präsentiert, treten wir nach einem ausgedehnten Frühstück die Heimreise an.
 
Herzlichen Dank an Maria Martl, Raimund Gumpold sowie Peter Spindler vom AV-Salzburg für die gute und kompetente Betreuung. Erlebnisreiche und unvergessliche Tage liegen hinter uns, die bereits die Vorfreude auf das kommende Jahr wecken!
 
Text und Fotos: Gertraud Stögermüller und Manuela Henökl

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